Es war einmal ...
Die EUROPÄISCHE Reiseversicherungs AG (ERV) hat eine nicht alltägliche Entstehungsgeschichte aufzuweisen. Im Jahre 1907 stand ein wohlhabender ungarischer Holzhändler namens Max von Engel auf dem Perron des Luzerner Bahnhofs und musste zusehen, wie der Funkenwurf einer Dampflokomotive seinem umfangreichen Gepäck und seiner vornehmen Kleidung arg zusetzte.
Dieses Ereignis brachte Herrn von Engel auf die Idee, eine Reisegepäck-Versicherungsgesellschaft zu gründen, was er später mithilfe eines deutschen Rückversicherers in Budapest auch verwirklichte. Bald entstanden in Ost- und Westeuropa 22 Filialen, von denen heute noch 19 in Europa tätig sind.
In der Schweiz wurde die ERV im Jahre 1919 mit Sitz in Bern gegründet. In den 30er-Jahren gingen die Aktien in den Besitz der Schweizerischen National-Versicherungs-Gesellschaft über (heute: Nationale Suisse) und der Sitz wurde von Bern nach Basel verlegt.
Die Policen der ERV werden in der Schweiz von rund 2000 Reisebüros, Krankenkassen, Brokern und Versicherungsgesellschaften verkauft. Durch das vielseitige Angebot an Versicherungsmöglichkeiten kann sich jedermann praktisch für alle Risiken, welche eine Reise mit sich bringt, umfassend versichern.
Zwei der Hauptbranchen sind die kombinierte Annullierungskostenversicherung mit SOS-Schutz für Reisezwischenfälle sowie die Heilungskostenversicherung für ausländische Gäste. Viele Reiseveranstalter haben einzelne Reiseversicherungen der ERV in ihren Reiseprogrammen eingeschlossen.
Die Entwicklung der Gesellschaft verlief in den 90 Jahren parallel zum Tourismus, welcher in der Schweiz besonders in den vergangenen 40 Jahren einen gewaltigen Aufschwung erlebte. 1920 betrug das Prämienaufkommen der Gesellschaft CHF 200 000.–. 1970 waren es 2 Mio., 1984 dann 8,4 Mio. und im Jahre 2001 schliesslich 20 Mio. CHF.
Die heute in 20 europäischen Ländern tätigen EUROPÄISCHEN sind in einer Vereinigung (ETIG) zusammengeschlossen. Ein wichtiges Anliegen dieser im Jahre 1933 gegründeten Vereinigung sind die Pflege der Beziehungen, der Austausch von Know-how und die Koordination resp. der Ausbau der grenzüberschreitenden Aktivitäten.
